• Gesellschaft für Radiographie

    Industrielle Röntgenprüfung seit 1995
  • Hochenergie-Radiographie

    für Stahl bis 400 mm Wandstärke
  • Gussteilprüfung

    nach nationalen und internationalen Regelwerken
  • Schweißnahtprüfung

    für alle Wanddicken
  • Serienprüfung

    für verschiedenste Materialien
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In der industriellen Röntgenprüftechnik unterscheidet man grundsätzlich zwischen der konventionellen Filmtechnik sowie verschiedenen digitalen Methoden.

Bei der Filmtechnik wird die Bildinformation durch einen beidseitig strahlungssensiblen Film festgehalten, der nach der Belichtung durch ein chemisches Verfahren manuell oder vollautomatisch mittels eines Entwicklungsautomaten entwickelt wird.

Die Betrachtung und Auswertung geschieht an speziell dafür vorgesehenen Betrachtungsgeräten. Die Filmschwärzung (optische Dichte) kann mit Messgeräten an jedem Punkt bestimmt werden. Bereiche, an denen die optische Dichte wegen zu geringer Wandstärke des Bauteils zu hoch oder wegen zu großer Wandstärke zu gering ist, können zunächst nicht ausgewertet werden. Für diese Bereiche sind weitere Filme mit hierfür geeigneter Schwärzung nötig. Dies kann durch Verwendung mehrerer Filme mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten in einer gemeinsamen Lichtschutzverpackung erreicht werden (Mehrfilmtechnik). Damit wird der so genannte Objektumfang, also die abbildbaren Wanddickenunterschiede vergrößert.

In der Regel verwendet man Filme, die in metallische (häufig Blei-)Folien eingelegt sind, um die störenden Einflüsse von Streustrahlung zu reduzieren und die bildzeichnende Strahlung zu verstärken.

Die Auswertung der sichtbaren Materialdefekte erfolgt insbesondere bei Gussteilen durch Vergleich mit Referenzaufnahmen, wobei Fehlerarten und –schwere bewertet werden.

Die radiographische Prüfung mittels Film ist gekennzeichnet durch ein komplexes Werk von sich seit Jahrzehnten entwickelnden Normen, die die Durchführung der Prüfung, die Qualifikation des Personals, die Eigenschaften und die Überprüfung der eingesetzten Hilfsmittel und Geräte sowie die Regeln für die Auswertung festlegen. Zumeist werden europäische Normen, z.B. die EN17636 für die Schweißnahtprüfung oder die EN 12681 für die Gussteilprüfung oder US-amerikanische Normen nach dem ASME Code gefordert.

Vorteile der Filmtechnik

  • deutlich größerer Anwendungsbereich
  • geringere Investitionskosten
  • Röntgenfilme lassen sich auf die benötigten Formate zurechtschneiden, sind flexibel, leicht und einfach zu platzieren.
  • Die Bildqualität ist insbesondere bei dickwandigen Objekten deutlich besser als mit digitalen Verfahren.
  • Röntgenfilme lassen sich digitalisieren. Damit ist eine vereinfachte Archivierung und Vervielfältigung möglich.

Nachteile der Filmtechnik

  • hohe Materialkosten durch den Film- und Chemieverbrauch
  • fehlende Echtzeitfähigkeit: Das Ergebnis einer Aufnahme kann man erst nach der Filmentwicklung erkennen.

Bei der Digitaltechnik wird die Bildinformation durch einen strahlungssensiblen Detektor festgehalten. Hierbei wird zwischen den direkt auslesbaren Detektoren (z.B. starre Flächendetektoren) und den mittels eines Scanners auslesbaren Detektoren -den CR-Systemen (Computed Radiography System mit flexiblen Speicherfolien)- unterschieden.

Die Signale direkt auslesbarer Detektoren werden in digitale Grauwert-Bilder gewandelt und können direkt am Bildschirm angezeigt werden. Speicherfolien werden nach der Belichtung durch einen speziellen Scanner ausgelesen und liegen erst dann als Digitalbild vor.

Die Empfindlichkeit der digitalen Detektoren ist bei niederenergetischer Röntgenstrahlung, wie z.B. Streustrahlung, deutlich größer als bei der höherenergetischen, bildzeichnenden Strahlung. Das bedeutet, dass die im Werkstück entstehende weichere Streustrahlung einen großen Anteil der Zählraten hervorruft und somit den Kontrast und die Bildqualität mindert. Dieser Effekt tritt bei der Filmtechnik in deutlich geringerem Umfang auf.

Da bei dünneren bzw. leichteren Bauteilen geringere primäre Energien eingesetzt werden, ist die Fehlerauffindbarkeit bei der Digitaltechnik durchaus mit Röntgenfilmen vergleichbar. Mit zunehmender Energie, also bei der Prüfung von größeren Wanddicken oder Materialen mit höherer Dichte, nimmt die erreichbare Bildqualität bei digitalen Systemen im Vergleich zum Film immer mehr ab.

Vorteile der Digitaltechnik

  • Die Betriebskosten sind gering, da kein Verbrauchsmaterial eingesetzt wird.
  • Die digitalen Detektoren besitzen einen hohen Dynamikbereich, dadurch können größere Intensitätsunterschiede bzw. Wanddickenunterschiede gleichzeitig dargestellt werden.
  • Die Auswertung der Röntgenbilder kann durch bildverbessernde Maßnahmen mittels Computer unterstützt werden.
  • Viele Digitalsysteme sind echtzeitfähig. Damit können die Prüfbereiche mit Hilfe von Manipulatoren im Livebild angefahren werden.
  • Die Archivierung der Bilddaten ist einfacher und komfortabler.

Nachteile der Digitaltechnik

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Für Flachdetektoren und Speicherfolien-Systeme gilt gleichermaßen, dass bei der Vorbereitung der Aufnahme mehr Aufwand zur Verminderung von Streustrahlung betrieben werden muss als bei der Filmradiographie. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Detektor nicht ganz vom Werkstück abgedeckt wird (Beispiel: Ellipsentechnik für Schweißnähte oder Prüfung kleiner Gussteile).
  • Bei kompliziert geformten Prüfstücken mit großen Wanddickenunterschieden ist es oft nicht möglich, die im Werkstück entstehende Streustrahlung so zu reduzieren, dass ein verwertbares digitales Bild entsteht.

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